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BitMEX-Schließung, Auszahlungen und rechtliche Nachwirkungen

BitMEX hat nach mehr als 11 Jahren den Börsenbetrieb offiziell eingestellt: Der Handel und die Einzahlungen wurden zum 23. September 2026 um 04:00 UTC eingestellt, nachdem HDR Global Trading Limited als Eigentümer und Betreiber nach eigener Darstellung eine strategische Überprüfung des Geschäfts und der Branche vorgenommen hatte. Die Schließung war bereits am 23. Juli angekündigt worden, neue Kontoregistrierungen wurden gestoppt und die Dienste schrittweise zurückgefahren. Größere Bitcoin- und Ethereum-Derivate wurden am 16. September abgewickelt, verbleibende Spot-Paare am 21. September eingestellt und der Convert-Service für alle unterstützten Token am 22. September um 04:00 UTC beendet. Damit waren die wichtigsten Handelsprodukte bereits vor dem formalen Abschluss entfernt worden; die verbliebene Weboberfläche dient nur noch zur Anzeige von Salden, Transaktionsverläufen und zum Einleiten von Auszahlungen.

Auch wenn kein Handel und keine Einzahlungen mehr möglich sind, bleibt die Anmeldung möglich und Auszahlungen sind über die BitMEX-Website durchführbar. Die Plattform forderte Nutzer auf, ihre Guthaben rasch abzuziehen, und warnte davor, nach dem Abschaltzeitpunkt eingezahlte Mittel könnten nicht gutgeschrieben oder unwiederbringlich verloren sein. Der allgemeine API-Zugriff endet mit der Schließung, doch API-Initiierte Auszahlungen werden bis 04:00 UTC am 28. September unterstützt; danach werden institutionelle Verbindungen wie Fireblocks und Copper nicht mehr funktionieren, und Auszahlungen müssen über das Web-UI erfolgen. BitMEX kündigte zudem an, die Multi-Network-Auswahl für USDT, USDC und ETH zu entfernen; ab dem 28. September sind diese Vermögenswerte nur noch über das Ethereum-Netzwerk abhebbar. Verifizierte Konten mit Guthaben unterliegen einer monatlichen Gebühr, die auf einer annualisierten Rate von 1% oder 50 US-Dollar basieren wird, je nachdem, welcher Betrag höher ist; diese Gebühr kann vom Restguthaben abgezogen werden, ohne es negativ zu machen, und das Unternehmen behält sich vor, die Gebühr mit Vorankündigung zu erhöhen.

BitMEX betonte, dass Kundengelder vollständig gedeckt seien, und verwies auf Nachweise zu Reserven und Verbindlichkeiten; der Börse zufolge seien während ihrer Betriebszeit keine Kundengelder durch Hacks verloren gegangen. Die Schließung folgte vergeblichen Verkaufsbemühungen, bei denen Berichten zufolge eine Bewertung nahe 1 Milliarde US-Dollar angestrebt wurde; die Eigentümerstruktur mit den Gründerbeteiligungen habe mögliche Transaktionen erschwert. Das Handelsvolumen ging von mehr als 100 Milliarden Dollar monatlich in Teilen von 2021 auf etwa 25 bis 30 Milliarden Ende 2024 zurück, und Drittanbieterdaten zeigten zum Zeitpunkt der Ankündigung nur noch sehr geringe Marktanteile.

Rechtliche Fragen bleiben relevant: Das Unternehmen bekannte sich im Januar 2025 schuldig, gegen das Bank Secrecy Act verstoßen zu haben, und zahlte eine Geldstrafe von 100 Millionen US-Dollar; HDR Global Trading erhielt zudem zwei Jahre unbeaufsichtigte Bewährung. Später ergingen Präsidialbegnadigungen für die Gründer und einige Ex-Führungskräfte. Zivilrechtliche Klagen laufen weiter: Am 12. September reichte die Insolvenzmasse von Celsius Klage gegen fünf mit BitMEX verbundene Gesellschaften wegen Liquidationen während des Crashs im März 2020 ein und fordert die Rückgabe von 6.360,17 Bitcoin, die in der Klage mit etwa 495 Millionen US-Dollar bewertet werden; andere Berichte nannten in diesem Zusammenhang einen Betrag von nahezu 490 Millionen US-Dollar. Zusätzlich wurde in einer vorgeschlagenen Sammelklage im Juli behauptet, BitMEX habe 622,66 BTC vorenthalten, die an Kunden zurückzugeben gewesen wären. Das Ausmaß möglicher Rückzahlungen und die rechtlichen Folgen werden von den gerichtlichen Entscheidungen abhängen.

Diese Zusammenfassung wird vom cFlash-KI-Redakteur aus mehreren öffentlichen Quellen unter menschlicher Aufsicht erstellt. Der Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung dar.

Quellen