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Ethereum und Open Anonymity: zkAPI für private API-Zahlungen

Die Ethereum Foundation und das Open Anonymity Project haben zkAPI auf dem Ethereum-Mainnet gestartet, damit Nutzer für AI-Modelle und andere metertechnisch abgerechnete APIs bezahlen können, ohne dass Zahlungen mit Identitäten verknüpft werden. Das System ging am 1. Oktober 2026 live und basiert auf einem auf Ethereum eingesetzten Smart-Contract-Vault: Nutzer deponieren ETH oder USDC, diese Einlagen werden zu Guthaben, die der Vault als private Noten führt. Um eine API aufzurufen, erzeugt die Client-Software einen Zero-Knowledge-Beweis, der belegt, dass eine Anfrage durch ausreichende, noch nicht verwendete Mittel gedeckt ist, ohne zu offenbaren, welche Einzahlung oder Person dahintersteht. Ein zkAPI-Server verifiziert den Beweis, stellt einen temporären API-Schlüssel mit Ausgabekontingent aus, der Nutzer sendet Anfragen direkt an den AI-Anbieter, und nach Nutzung werden die Gebühren vom privaten Guthaben abgezogen; zur Verhinderung von Doppelausgaben wird ein sogenannter Nullifier veröffentlicht.

Kryptografisch stützt sich zkAPI auf bewährte Bausteine: Berichte nennen Groth16-Beweise, Baby-JubJub-Commitments und einen 32-stufigen Merkle-Baum; andere Quellen erwähnen BN254 und Poseidon. Die Ethereum-Kette protokolliert On-Chain-Operationen wie Einzahlungen, Abrechnungen und Auszahlungen, kann aber nicht herausfinden, für welche Dienste genau Gelder verwendet wurden; Nutzer können Gelder direkt von den Verträgen abheben, falls der Server nicht mehr kooperiert. Das Design setzt die am 11. Februar 2026 von Vitalik Buterin und Davide Crapis veröffentlichte Idee „ZK API Usage Credits“ um und wurde vom dAI-Team unter Davide Crapis realisiert; der Ankündigungsblog stammt von Vittorio Rivabella.

Die Einführung richtet sich zunächst an AI-Inferenzfälle, da Prompts sensible Informationen wie Gesundheits- oder Finanzdaten enthalten können, nennt aber auch weitere Abrechnungsfälle wie Blockchain-RPC, Bild- und Videogenerierung, VPN-Bandbreite und maschinen-zu-maschinen-Zahlungen zwischen AI-Agenten. Der Projektstatus wird als experimentell beschrieben; es bietet keine Netzwerkanonymität (stabile IP-Adressen und inhaltliche Merkmale können Sitzungen korrelieren), weshalb Nutzer bei strengeren Anonymitätsanforderungen zusätzliche Maßnahmen wie Tor nutzen sollten. Open Anonymity hatte bis Mai 2026 mehr als 100.000 USD an Grants von der Ethereum Foundation und der Human Rights Foundation erhalten.

Mainnet-Start und Entwicklerwerkzeuge

Die neuen Meldungen bestätigen die Live‑Schaltung von zkAPI im Mainnet und liefern praktische Implementierungsdetails: Die Ethereum Foundation und das Open Anonymity Project verlinken ein öffentliches GitHub‑Repository, eine Mainnet‑Vertragsadresse sowie eine Browser‑Demo und stellen einen lokalen Client und ein SDK für Integrationen und Tests zur Verfügung. Im Vault liegen demnach USDC‑Guthaben, und die Veröffentlichung wurde durch zusätzliche Beiträge des dAI‑Teams bestätigt.

Die Ergänzungen konkretisieren die architektonische Grenze: zkAPI verbirgt, welches finanzierte Note eine Sitzung bezahlt, während der Modell‑Anbieter weiterhin den Prompt erhält. Der bereitgestellte Client unterstützt sowohl den direkten Runtime‑Key‑Modus als auch einen Proxy‑Modus; im direkten Modus wird der Prompt direkt an den Anbieter geschickt, im Proxy‑Modus kann der zkAPI‑Server den Traffic einsehen. Diese neuen Angaben ändern nichts an den zuvor beschriebenen kryptographischen Prinzipien oder Beschränkungen, machen aber prüfbar, welche Client‑Standardeinstellungen und Routing‑Modi in realen Integrationen tatsächlich verwendet werden.