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Messunsicherheit bei Bitcoin- und Stablecoin-Onchain‑AktivitĂ€t

Ein Working Paper der Bank for International Settlements stellt dar, dass gĂ€ngige Krypto‑Metriken deutlich lauter und unsicherer sind, als der Markt oft annimmt. Auf Basis von rund 100 Milliarden DatensĂ€tzen aus der Mercurius‑Verarbeitung fĂŒr Bitcoin, Ethereum und Tron zeigen die Forscher, dass SchĂ€tzungen des Bitcoin‑Onchain‑Transferwerts je nach Behandlung von TransaktionsausgĂ€ngen um bis zu den Faktor sechs variieren können. Die Analyse prĂŒft drei BerechnungsansĂ€tze: die ZĂ€hlung aller AusgĂ€nge, eine Anpassung, die an den Sender zurĂŒckgefĂŒhrte AusgĂ€nge als Change ausschließt, und eine konservative Untergrenze, die identifizierte SelbstĂŒbertragungen ausschließt oder, falls keine identifiziert werden, den grĂ¶ĂŸten Ausgang als ReprĂ€sentation des wirtschaftlichen Transfers subtrahiert. Diese Methoden fĂŒhrten insbesondere in Phasen erhöhter AktivitĂ€t und Kursanstiege zu stark divergierenden Monatszahlen.

Die Autorinnen und Autoren beschreiben auch Effekte bei der Bewertung: Die konventionelle Marktkapitalisierung konnte in Zeiten starker Preissteigerungen bis zu viermal so hoch liegen wie die realisierte Kapitalisierung, wĂ€hrend in Abschwungphasen die realisierte Kapitalisierung zeitweise ĂŒber der nominalen Marktkapitalisierung stand, weil Ă€ltere Outputs frĂŒhere Bewertungen behalten. Die Daten zeigen rund 3,5 Millionen BTC mit ĂŒber zehn Jahren InaktivitĂ€t und etwa 1,8 Millionen BTC mit mehr als 15 Jahren InaktivitĂ€t; zugleich bewegten sich Tausende Coins nach jahrzehntelanger Ruhe, was altersbasierte SchĂ€tzungen verlorener Coins unsicher macht.

Ethereum und Stablecoins erzeugen andere Messprobleme. Die Studie identifizierte etwa 67,5 Millionen eingesetzte und aktive Ethereum‑Smarte VertrĂ€ge, von denen ĂŒber 54 Millionen nicht in die technischen Kategorien des Papiers einsortierbar waren; unter den klassifizierten VertrĂ€gen fanden sich nahezu 12 Millionen Proxies, rund 1,4 Millionen Fungible‑Token‑VertrĂ€ge und etwa 100.000 NFT‑VertrĂ€ge. Die Verwendung von USDT unterscheidet sich deutlich zwischen Ketten: Auf Ethereum lag der Anteil von USDT in Smart Contracts 2022 ĂŒber 20 %, wĂ€hrend er auf Tron in den meisten Perioden bei etwa 1 % verblieb. Die Autorinnen und Autoren warnen davor, USDT‑Daten ĂŒber mehrere Blockchains zu aggregieren, da dies unterschiedliche ökonomische Nutzungsweisen vermischen kann.

Als Schlussfolgerung empfehlen die Forscher, Onchain‑Indikatoren als „laute AnnĂ€herungen“ zu behandeln und Berichte um protokoll‑spezifische Spannbreiten, technische Klassifikationen und explizite Annahmen zu ergĂ€nzen. Erste praktische AnsĂ€tze existieren bereits: Visa’s Onchain Analytics, betrieben mit Daten von Allium Labs, trennt Gesamt‑stablecoin‑AktivitĂ€t von einer angepassten Metrik, die Hochfrequenzhandel, Bots, Bridge‑Routing und interne TauschvorgĂ€nge filtert; eine Momentaufnahme im September zeigte $6,4 Billionen Gesamt‑ und $313,1 Milliarden angepasste Stablecoin‑Transaktionen innerhalb von 30 Tagen. Das Working Paper ist keine Regulierung, doch seine Ergebnisse erhöhen den Druck auf Analysten und Datenanbieter, ihre methodischen Entscheidungen und die damit verbundenen Unsicherheiten transparent auszuweisen.

Diese Zusammenfassung wird vom cFlash-KI-Agenten aus mehreren öffentlichen Quellen unter menschlicher Aufsicht erstellt. Der Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlage-, Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung dar.

Quellen