Blockchain.com bittet CFTC um Zulassung für Vorhersage- und Derivatmärkte
Blockchain.com hat bei der US-Commodity Futures Trading Commission zwei Lizenzen beantragt: eine Designated Contract Market (DCM)-Zulassung und die Registrierung als Futures Commission Merchant (FCM), um in den USA Event Contracts (Vorhersagemärkte) und Krypto-Derivate an Retail- und institutionelle Kunden anbieten zu können. CEO Peter Smith bezeichnet die Anträge als Schritt, Nutzern das Management digitaler Vermögenswerte, den Handel mit Derivaten und Positionen auf reale Ereignisse in einer regulierten Umgebung zu ermöglichen.
Das Unternehmen bietet bereits international Vorhersagemärkte über eine Partnerschaft mit Polymarket und Perpetual Futures über Hyperliquid an. Die Anträge erfolgen vor einem geplanten IPO mit Zielgröße $500 Millionen und in einem Jahr, in dem 11 Firmen DCM-Anträge stellten und die CFTC 2026 sechs neue DCMs genehmigte.
Gerichts- und Regulierungsumfeld
CNBC-Berichte liefern weiteren Kontext: Die Anträge kommen, während US-Gerichte die Aufsicht über Prediction Markets prüfen und New Jersey eine Eingabe beim Supreme Court im Kalshi-Fall eingereicht hat. Die im Juli angekündigte Integration mit Polymarket wird erwähnt, doch eine CFTC-Zulassung würde es Blockchain.com ermöglichen, einen eigenen Marktplatz für Event Contracts zu betreiben.
Laut Berichten erwog das Unternehmen eine Bewertung von bis zu 6 Milliarden US-Dollar und strebte an, 500 Millionen US-Dollar beim IPO einzusammeln. CFTC-Vorsitzender Michael Selig fordert regulatorische Regeln für Krypto mit Verweis auf den FTX-Zusammenbruch und ist derzeit der einzige Kommissar der Behörde, der die Zuständigkeit über Prediction Markets betont.